Belastende Kindheit ist nicht harmlos und geht an uns nicht spurlos vorbei, oder: „Warum wir keine Leichtigkeit und Lebensfreude mehr erleben“.

Kindheitserinnerungen: Der duftende Blaubeerkuchen der Großmutter, der spontane Ausflug mit der ganzen Familie zum See, …

Viele solche Erinnerungen lassen uns in gute Gefühle fallen. Wie ist es aber mit Erinnerungen, die wir lieber nicht hätten? Häufig sind diese Erinnerungen vollständig verschwunden, dann hört man nur – “ich kann mich gar nicht erinnern, was früher war, da ist einfach nichts”. Nichts? Nein, das stimmt nicht, wenn wir nicht durch eine Krankheit oder beispielsweise eine neurologische Störung oder Erkrankung die Erinnerungen verloren haben, dann sind sie nach wie vor da, – aber wir haben dein Eindruck, uns nicht erinnern zu können. Wer eine suboptimale Kindheit hatte, wird sich auch nicht gern erinnern.

In der Kindheit sind wir sehr oft nicht in der Lage mit Ereignissen oder Situationen, die sich nicht gut anfühlen, umzugehen. Das führt dazu, dass das Kind bestimmte Komponenten der Erinnerung verdrängt. Drei Komponenten der Erinnerung gibt es:

  • Die faktische (Was ist passiert? „Ein Hund hat mich gebissen.”

  • Die physische. (Welche körperliche Erfahrung war dabei? „Es hat furchtbar gebrannt und geblutet.“

  • Die emotionale (Welche Emotion war da? „Ich hatte Todesangst.“

Alle drei Komponenten oder nur eine oder zwei kann man verdrängen. Am häufigsten bleibt die faktische Erinnerung oder wird erinnert, weil die Erwachsenen von dieser Erinnerung geredet haben. Der Rest wandert in das innere Archiv, genannt Unterbewusstsein: Denn dort ist alles abgespeichert, auch wenn wir uns nicht mehr erinnern können. Mit alles ist wirklich ALLES gemeint, alles was wir gelernt, erlebt, gefühlt und körperlich gespürt haben.

Je älter wir werden, desto besser können wir mit Situationen umgehen, desto weniger sind wir so fremdbestimmt, wie ein Kind (Erziehungsberechtigte, Schule, Umwelt, Freunde…)

Um das zu verdeutlichen, hier ein Beispiel:

Ein vierjähriges Kind, das auf dem Markusplatz in Venedig verloren geht, fühlt sich unwohl. Die vielen Menschen drumherum sprechen fremde Sprachen, sind groß und das vierjährige Kind traut sich nicht mit ihnen zu sprechen. Dann setzen sich Tauben auf den Kopf und Schulter und fangen an zu picken. In diesem Moment fühlt sich das Kind extrem hilflos – wenn man so will, ist das schon ein traumatisches Erleben.

Geht ein vierzehnjähriger am Markusplatz verloren, dann hat er weniger Probleme damit, weil er sich bereits in dieser Situation helfen kann.

Er hat also inzwischen mehr Erfahrungen und Ressourcen. Er wird in diesem Alter aber vielleicht nicht mit psychischen oder körperlichen Missbrauch umgehen können.

Diese mehr oder weniger starken traumatischen Erlebnisse wandern ins Unterbewusstsein ab, entweder vollständig oder eben nur teilweise (faktische, körperliche oder emotionale Erinnerungsteile).

Dort können sie bis ans Ende des Lebens ruhen und nicht stören und sie werden auch nicht bei jedem Menschen aktiv zu Symptomen führen. ichPassiert im Erwachsenenleben dann aber etwas sehr traumatisches – bringt etwas jemanden stark aus dem Gleichgewicht, erlebt er ein Trauma – dann können die alten Belastungen „geweckt“ werden.

Sie beginnen einen zu piesacken: Schlaflosigkeit, Unruhe, Unwohlsein, Depression, Sexualstörungen, Vermeidungsverhalten, Abgeschlagenheit, keine Lebensfreude mehr oder sonstige Symptome (die der Arzt als psychische bzw. psychosomatische Symptome bezeichnet, weil er sie nicht zuordnen kann) beginnen das Leben zu belasten.

Natürlich kann man über gewisse Zeit diese problematische Auswirkung unterdrücken, aber es wird nicht besser, es kostet zu viel Kraft und Vitalität, Lebensqualität und Leichtigkeit.

Eine Hypnoanalyse setzt hier als besonders schnelle Hilfe an: In den Hypnoanalyse-Sitzungen wird innerlich aufgeräumt, die von früher stammenden nichtbearbeiteten Gefühle und körperlichen Empfindungen werden abreagiert. Es ist wie ein „innerer Frühjahrsputz“, vergleichbar mit der Defragmentierung einer Festplatte, wo anschließend auch noch die überflüssige alte Software entfernt wird und das System ein Update erhält.

Häufig höre ich die Frage: „Wer fängt mich auf, wenn ich in die unangenehmen Dinge von früher eintauche? Ich habe Angst davor die Dinge wieder an die Oberfläche zu holen.“ Die Frage ist berechtigt und die Antwort darauf sogar sehr hilfreich: Sie haben diese Situation als Kind überstanden. Heute sind Sie erwachsen und haben mehr Erfahrungen und Ressourcen.Und das Unterbewusstsein weiss, dass die erinnerten Gefühle und Erlebnisse in der Vergangenheit liegen und. Sie schauen sich die Situation mit Hilfe des Therapeuten an und lassen die Gefühle und körperlichen Empfindungen für immer gehen, die Dinge, die Sie seit der Kindheit blockieren.

Viele Klienten sind überrascht, wie gut sie sich fühlen, nachdem sie sich von den Kindheits- und Jugendblockaden befreit haben. Sie entdecken neue Möglichkeiten, Ressourcen und ein völlig neues Selbstbewusstsein. Besseres kann man für seine Gegenwart und Zukunft nicht tun. Das Denken, Handeln und Fühlen sind plötzlich viel leichter und effizienter. Alte Verhaltensmuster und Blockaden lösen sich auf und das führt zu einer neuen Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstheit.

Die Hypnoanalyse endet mit einer Losslass-Sitzung und der Einstimmung auf ein schöneres und freieres Leben.

Und damit die Arbeit gründlich getan wird, besteht sie aus zwei Komponenten: Erst aufräumen (Hypnoanalyse), dann aufbauen (Zielearbeit, Coaching, Stärkung des Selbstbewusstseins, Erlernen der Selbsthypnose etc.

Wie viele Sitzungen sind da eigentlich nötig?

So wenig wie nötig, aber so viele, dass die Arbeit sauber erledigt werden kann: 7 bis 14 Sitzungen.

Die Kosten: Eine Sitzung dauert ca. 45 bis 120 Minuten, 90 Minuten Sitzungen haben sich sehr gut bewährt, die erste Sitzung dauert 120 Minuten.

Abstand der Sitzungen:

Möglichst kurz zwischen den Sitzungen, höchstens 1 Woche. Als sehr effizient hat sich die Frequenz von zwei bis drei Mal in der Woche gezeigt.

Wir bieten auch eine ultrakurze Möglichkeit der Hypnoanalyse als HypnoKompakt-Therapie für Klienten , die von weiter her kommen an und haben damit gute Erfahrungen gemacht: Der Klient kommt für ca. 5 Tage und macht jeden Tag am Vormittag und Nachmittag eine Sitzung, falls die Arbeit früher erledigt ist, braucht er die restlichen Sitzungen nicht zu bezahlen und nicht zu machen, denn oft findet sich die Ursache aller Probleme früher als in der neunten Sitzung.

Der Klient füllt vorab einen Fragebogen aus und kann persönlich oder telefonisch noch ein intensives Beratungsgespräch ohne Berechnung machen.

Die Hypnoanalyse wird „das Sahnehäubchen der Therapien“ wegen der zuverlässigen und gründlichen Wirkung genannt.

Wir bilden uns ständig weiter und verwenden in unserer Arbeit viele neue und schnelle Techniken, die nach den persönlichen Bedürfnissen des Klienten ausgesucht werden, für jeden Klienten suchen wir die beste Kombination aus und natürlich ist der Klient mit im Boot und kann den Erfolg der Therapie mit seiner Mitarbeit unterstützen. Erfahrungsgemäß erlernt er während der Therapie Selbsthypnose und kann somit nach seiner Therapie viele Veränderungen und Ziele der Gegenwart und Zukunft selbst erarbeiten.

Lebensqualität, Gelassenheit und Lebensfreude kann man nicht kaufen, aber es gibt Möglichkeiten sie zu erreichen. Die Frage ist immer nur, ob man es sich selbst auch Wert ist.

By | 2017-04-26T09:40:52+00:00 8.6.2014|Categories: Blog|0 Comments

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Sidonie Carstensen
Sidonie Carstensen ist Hypnotherapeutin aus München.

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